Sie fachkundige Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Heu-
schnupfen zusammengestellt.
Fragen und Antworten:
- Was ist eine Hyposensibilisierung?
- Hilft eine Kurz-Hyposensibilisierung?
- Kann man eine Hyposensibilisierung gegen verschiedene Allergien gleichzeitig durchführen?
- Ist eine Hyposensibilisierungs-Therapie auch im Alter empfehlenswert?
- Gibt es eine Alternative zur Hyposensibilisierung?
- Ist eine homöopathische Behandlung bei Heuschnupfen möglich?
- Gibt es ein Mittel gegen Heuschnupfen, das keine Müdigkeit hervorruft?
- Ist der Einsatz von Cortison bei allergischen Erkrankungen schädlich?
- Welche Nasensprays sind bei Heuschnupfen geeignet?
- Hat ein Cortison-Nasenspray mehr Nebenwirkungen als ein zur Abschwellung führendes Nasenspray?
- Kann aus Heuschnupfen Asthma entstehen?
Eine Hyposensibilisierung ist die einzige Behandlungsform, mit der die Ursache von Allergien bekämpft werden kann. Diese Behandlung ist vor allem bei allergischer Nasenkrankheit (Rhinopathie) und bei leichten Asthma-Formen sehr erfolg¬versprechend. Neben der bereits seit vielen Jahren bewährten Form einer spezifischen Immuntherapie durch Injektionen in die Haut des Oberarms, steht seit einigen Jahren auch die Möglichkeit einer Unterzungen-Behandlung (sublingual) mit Tropfen zur Verfügung. Welche Form für wen geeignet und erfolgversprechend ist, kann nur ein allergologisch erfahrener Arzt individuell entscheiden. Bei beiden Behandlungsformen – auch als Allergie-Impfung bezeichnet – wird dem Körper regelmäßig eine allmählich ansteigende Dosis des oder der wichtigsten Allergie-Auslöser zugeführt. So wird das Immunsystem Schritt für Schritt umgestimmt und reagiert nicht mehr mit Allergie-Symptomen wie Rhinopathie oder Asthma. Auch eine sonst häufige Zunahme der Allergie auslösenden Substanzen, kann durch diese Behandlung oft verhindert werden. Allerdings müssen Betroffene Geduld mitbringen, denn nach anfänglich wöchentlichen Injektionen muss die erforderliche/mögliche Höchst-Dosis in der Regel über drei Jahre alle 4 bis 6 Wochen injiziert werden. Auch die sublinguale Behandlung muss über mehrere Jahre kontinuierlich durchgeführt werden. Die Erfolgsraten liegen dann zwischen 70 und 90 Prozent – bei sublingualer Behandlung etwas niedriger. Die Behandlung zahlt in der Regel die Krankenkasse.
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Kurz-Hyposensibilisierungen erzielen nur bei einer geringeren Anzahl von Patienten Erfolge. Diese Präparate stehen auch nur für die wichtigsten Allergene zur Verfügung.
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Es lassen sich durchaus z.B. unterschiedliche Baum-Pollen-Lösungen kombinieren. Aber wer zusätzlich gegen Hausstaub allergisch ist, sollte sich separat gegen Pollen und Milben und/oder Schimmelpilzpräparate (die wichtigsten allergenen Bestandteile des Hausstaubes) hyposensibilisieren lassen. Wer allergisch auf Tierhaare reagiert, sollte lieber den Kontakt zu Tieren meiden, als sich dagegen behandeln zu lassen. Hier zeigt die Hyposensibilisierung seltener Erfolge.
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Da das Immunsystem im Gleichklang mit dem Menschen altert, sinkt die Erfolgsquote einer Hyposensibilisierungs-Therapie mit zunehmendem Alter, so dass ab dem 60. Lebensjahr in der Regel nicht mehr zu einer solchen geraten werden kann. Positiv: Die Symptome von Asthma und anderen allergischen Erkrankungen sind im Alter in der Regel immer geringer ausgeprägt.
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Ja, es gibt zum Beispiel Akupunktur, Homöopatika, Tecum-Präparate sowie das Bioresonanzverfahren.
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Ja, es ist eine homöopathische Behandlung möglich. Dazu sollte jedoch zunächst eine Anamnese bei einem erfahrenen Homöopathen durchgeführt werden. Allerdings gibt es kein homöopathisches Mittel, welches bei allen Patienten wirkt. Manche Patienten berichten, dass ihnen Einzelmedikamente wie „Luffa operculata“, „Galphimia glauca“ oder auch Komplexmittel wie „Heuschnupfen DHU“ oder „Athmavowen“ bei Heuschnupfen helfen.
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Ja, neben oral einzunehmenden Antihistaminika stehen als Therapieoptionen antihistamin- oder cortisonhaltige Nasensprays zur Verfügung. In Tablettenform bieten sich Leukotrienantagonisten an. Keines der genannten Mittel ruft die Nebenwirkung Müdigkeit hervor.
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Die Angst vor dem Einsatz von Corticosteroid-Präparaten als Sprays für das Bronchialsystem und/oder die Nase oder als Tropfen für die Augen ist glücklicherweise völlig unbegründet. Wir alle benötigen Cortison, ein ständig in unserer eigenen Nebennierenrinde produziertes Hormon, um leben zu können. Cortisonhaltige Präparate in Form von Tabletten oder Injektionen können aber diese körpereigene Cortison-Produktion hemmen, deswegen sollte das Medikament stufenweise abgesetzt werden. Anders die nur lokal auf Augen-, Nasen- oder Bronchialschleimhaut angewandten, modernen Corticosteroid-Päparate. Diese gelangen nur in einem sehr geringen Maße in den Körper und werden dort unverzüglich abgebaut. Eine Unterdrückung der körpereigenen Cortison-Produktion kann daher höchstens in ganz geringem Maße erfolgen.
Daher sollten man – wenn der Arzt ein solches Präparat verordnet hat – dieses korrekt dosiert und regelmäßig anwenden. Cortisonhaltige Medikamente wirken nicht sofort, weil sie einen Gewebsspiegel aufbauen müssen. Daher ist eine regelmäßige Einnahme über einen – vom Arzt festgelegten – längeren Zeitraum erforderlich.
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Zunächst können verschiedene Sprays wie Chromone, Antiallergika und Corticosteroid-Sprays in unterschiedlicher Stärke ausprobiert werden. Auf gar keinen Fall sollten zur Abschwellung führende Nasentropfen länger als 8 Tage verabreicht werden. Diese zerstören oft die Nasenschleimhaut und können so bewirken, dass keine der oben genannten Therapien mehr anschlagen.
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Ganz im Gegenteil. Ein Corticosteroid-Nasenspray hat weitaus weniger Nebenwirkungspotential als zur Abschwellung führende Nasentropfen. Diese Präparate beeinflussen nicht die Schleimhaut, sondern wirken abschwellend im Gewebe unterhalb dieser empfindlichen Schicht.
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Es ist tatsächlich so, dass bei 50 – 70 Prozent aller unbehandelten Heuschnupfen-Patienten Asthma entsteht. Wenn Heuschnupfen allerdings richtig behandelt und/oder eine Hyposensibilisierungs-Therapie durchgeführt wird, kann eine Asthmaerkrankung oftmals verhindert werden.
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